Tech-Stack

KI nutzen, ohne die Kontrolle über Daten und Infrastruktur abzugeben

KODAX School steuert zentral, welche KI-Modelle verwendet werden dürfen, wo deren Inferenz stattfindet und welche Informationen das eigene System verlassen. Europäische beziehungsweise schweizerische Inferenz ist dabei durch die Plattform-Policy vorgegeben.

Sieben Ebenen, von der Lernoberfläche bis zum Betrieb — aufgebaut aus erprobten KODAX-Bausteinen, die eine Schule, ein Verbund oder ein Kanton nutzen kann.

EU-/CH-Inferenz durch Policy

Nur freigegebene Endpoints in der Schweiz oder Europa

Providerunabhängiges AI Gateway

Modelle austauschbar ohne Umbau

Keine globalen Fallbacks

Kein freigegebener Endpoint — kontrollierter Abbruch

KODAX AI Governance Architecture

Eine KI-Anfrage verlässt KODAX nie unkontrolliert

Zwischen Nutzenden und KI-Modellen liegt eine eigene Kontrollschicht. Sie entscheidet zentral, welches Modell über welchen freigegebenen europäischen oder schweizerischen Endpoint angesprochen werden darf.

Grundregel

Nicht «EU preferred», sondern «EU/CH enforced».

Ist kein freigegebener EU-/CH-Endpoint verfügbar, wird nie automatisch auf einen globalen Endpoint ausgewichen. Die Anfrage schlägt kontrolliert fehl.

Schüler:in / Lehrperson
KODAX School
Identity & School Policy
Privacy · PII · Guardrails
KODAX Secure AI Gateway
Model Router

Beispielhafte freigegebene Deployments

OpenAIEU
ClaudeEU
MistralEU
ApertusCH

✓ Approved EU / CH Inference

Freigaben gelten jeweils für konkrete Provider-, Modell- und Deployment-Konfigurationen.

Ausgeschlossen

Globaler Endpoint✕
Unbekannter Provider✕
Nicht freigegebenes Modell✕
Nicht konformer Fallback✕

Der Weg eines Prompts

Von der Eingabe bis zur laufenden Anwendung — jeder Schritt kontrolliert

Für Lernende fühlt es sich an wie ein modernes KI-Werkzeug. Dahinter liegt ein klar definierter Pfad, an dem Regeln, Filter und Isolation greifen.

  1. Schritt 1

    Schülerin sendet eine Anfrage

    «Erstelle mir eine Website für mein Schulprojekt.»

  2. Schritt 2

    Identity & School Policy

    KODAX prüft, wer fragt und welche Regeln gelten.

    RolleSchuleKlasseProjektBudgetKI-Richtlinien
  3. Schritt 3

    Privacy & Guardrails

    Je nach Schulpolicy werden personenbezogene Daten erkannt, entfernt oder pseudonymisiert und ungeeignete Inhalte blockiert.

  4. Schritt 4

    KODAX Secure AI Gateway

    Es wird ausschliesslich ein freigegebenes Deployment gewählt.

    Provider erlaubt?Modell erlaubt?EU-/CH-Inferenz?Retention ok?Kein Training?Budget frei?
  5. Schritt 5

    Freigegebene EU-/CH-Inferenz

    Zum Beispiel OpenAI oder Claude über europäische Endpunkte, Mistral oder das Schweizer Open-Source-Modell Apertus — jeweils über ein freigegebenes EU-/CH-Deployment.

  6. Schritt 6

    Sandbox

    Der generierte Code läuft zuerst in einer isolierten Entwicklungsumgebung.

  7. Schritt 7

    Audit & Observability

    Technisch relevante Metadaten wie Modell, Provider, Zeitpunkt, Tokens, Kosten und Policy-Entscheide können protokolliert werden. Inhaltsdaten werden nur gespeichert, wenn dies für den definierten Betriebs- oder Sicherheitszweck erforderlich und zulässig ist.

Die sieben Ebenen

Vom Klassenzimmer bis zum Rechenzentrum

Von oben nach unten gelesen: was die Lernenden sehen, wie die Schule steuert und wo KODAX die Regeln technisch durchsetzt.

01

Erlebnisebene

Lernplattform für Schülerinnen und Schüler

Die Oberfläche, die im Studio sichtbar ist: Prompt, Vorschau, Code, Versionen. Schülerinnen und Schüler wählen kein Modell und keinen Anbieter aus — sie arbeiten mit logischen KODAX-Modellen, hinter denen die Schule die Regeln festlegt.

KODAX School · Frontend

  • ·Projekte und Vorlagen
  • ·Prompt und Vorschau
  • ·Code- und Versionsansicht
  • ·Präsentationsmodus

Technik

React / TypeScriptOpen-Source-BasisRollenabhängige UIKeine Tracker

02

Identitätsebene

Anbindung an bestehende Schulkonten

Anmeldung über die Konten, die Schulen bereits nutzen. Jede KI-Anfrage ist damit einer Rolle, Klasse und Schule zugeordnet — die Grundlage, damit Richtlinien überhaupt durchgesetzt werden können.

KODAX Identity Layer

  • ·Single Sign-on
  • ·Rollen: Lernende, Lehrperson, Admin
  • ·Zentrale Sperrung
  • ·Sauberer Austritt bei Schulwechsel

Technik

OpenID Connect / SAMLEdulog, AAI oder MS EntraSCIM-ProvisionierungMFA-fähig

03

Policy-Ebene

KI-Richtlinien pro Schule, Klasse und Rolle

Die KODAX School Policy Engine: Jede Schule definiert zentrale KI-Regeln, die automatisch für Lernende, Lehrpersonen, Klassen und Projekte durchgesetzt werden. Regeln werden von oben nach unten vererbt und können pro Ebene verschärft werden.

KODAX School Policy Engine

  • ·Zugelassene KI-Funktionen und Modellklassen
  • ·Erlaubte Provider und Inferenzregionen
  • ·Internet, externe APIs, Agenten / MCP-Tools
  • ·Budgets, Token- und Request-Limits

Technik

Rollenmodell (RBAC)Vererbbare PoliciesVirtual KeysAudit-Protokoll

04

KI-Ebene

Zentrales, selbst kontrolliertes KI-Gateway

Alle KI-Anfragen der Plattform laufen über einen zentral von KODAX kontrollierten Gateway. Er abstrahiert die Modellanbieter und erzwingt verbindliche Regeln für Region, Datenschutz, Nutzung und Kosten. Anwendungen und Nutzende verbinden sich nicht direkt oder unkontrolliert mit öffentlichen LLM-Endpunkten. Der Gateway wird durch KODAX betrieben oder innerhalb einer kontrollierten Kunden-/Schulumgebung bereitgestellt.

KODAX Secure AI Gateway

  • ·EU-/CH-Inferenz durch Policy vorgegeben
  • ·Modell-Allowlist
  • ·Routing nach Aufgabe
  • ·Kontrollierter Fallback nur innerhalb freigegebener Endpoints

Technik

OpenAI-kompatible APIProvider-AbstraktionPrivacy LayerRate-Limiting & Spend Tracking

05

Ausführungsebene

Isolierte Sandbox pro Projekt

Generierter Code wird nicht direkt produktiv ausgeführt. Jede App läuft getrennt vom Schulnetz und von anderen Projekten, mit nur den Rechten, die sie tatsächlich benötigt. Der Internetzugriff ist in drei Stufen regelbar.

KODAX Secure Cloud

  • ·Ein Container pro Projekt
  • ·Drei Internet-Stufen
  • ·Minimale Rechte
  • ·Kein Zugriff auf Schulsysteme

Technik

Container-IsolationNetzwerk-SegmentierungLeast PrivilegeZero Trust

06

Datenebene

Datenhaltung in der Schweiz oder in Europa

Datenbank, Dateien, Projekte und Protokolle liegen in Schweizer oder europäischen Rechenzentren — verschlüsselt und gesichert. Geloggt wird, was für Betrieb und Nachvollziehbarkeit nötig ist, nicht mehr.

KODAX Secure Cloud · Compliance

  • ·CH- oder EU-Hosting
  • ·Verschlüsselte Speicherung
  • ·Automatische Backups
  • ·Definierte Löschfristen

Technik

AES-256 at RestTLS 1.3 in TransitOptional eigene SchlüsselDatenminimierung

07

Betrieb & Governance

Audit, Kostenkontrolle, Betrieb und Weiterbildung

KODAX betreibt und aktualisiert die Umgebung, wertet Nutzung und Kosten aus und bildet Lehrpersonen aus. Protokolliert werden technisch relevante Ereignisse; personenbezogene Inhalte nur, wenn dies für den definierten Zweck erforderlich und zulässig ist.

KODAX AI Transformation · Academy

  • ·Audit & Observability
  • ·Budgets und Auswertungen
  • ·Fünf Weiterbildungsmodule
  • ·Support für Schulen

Technik

Monitoring & AlarmierungPolicy-Entscheide im LogSLA nach VereinbarungRelease-Notes

Policy Engine

Regeln werden vererbt — vom Kanton bis zum Projekt

Was der Kanton oder die Schule festlegt, gilt automatisch darunter. Eine Klasse oder Lehrperson kann Regeln verschärfen, aber nicht aufweichen.

Kanton
Schule
Klasse
Lehrperson / Schüler:in
Projekt

Technisch lassen sich diese Regeln zum Beispiel auf Virtual Keys, Budgets, Rate Limits und Routing-Regeln des Gateways abbilden.

KODAX Secure AI Gateway

Was der Gateway kontrolliert

Providerunabhängig

Eine einheitliche Schnittstelle zu OpenAI, Anthropic, Mistral, Google sowie Open-Source-Modellen wie dem Schweizer Apertus. Ein Wechsel erfordert keinen grundlegenden Umbau der Anwendung.

Modell-Allowlist

Nicht jedes Modell oder Deployment eines Providers ist automatisch zugelassen. Eine Freigabe erfolgt nur für konkret geprüfte Konfigurationen mit geklärter Inferenzregion, Retention, Trainingsausschluss, AVV/DPA, Sicherheitsanforderungen und technischer Stabilität.

Routing nach Aufgabe

Logische Modelle wie KODAX Coding, KODAX General, KODAX Fast und KODAX Private werden auf passende, freigegebene Deployments abgebildet.

Kontrollierter Fallback

Primäres freigegebenes Deployment → sekundäres freigegebenes Deployment → Anfrage abgelehnt. Niemals EU → USA → Global.

Privacy Layer

Personenbezogene Daten schützen, bevor sie ein Modell erreichen

Anfragen können vor der Weiterleitung analysiert werden. Je nach Policy werden Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten oder Schülernummern erkannt, entfernt oder pseudonymisiert.

Original

«Ich bin Anna Müller aus Zürich und brauche Hilfe bei meinem Projekt.»

↓ KODAX Privacy Layer

Das Modell erhält

«Ich bin [PERSON] aus [LOCATION] und brauche Hilfe bei meinem Projekt.»

Die genaue Konfiguration hängt vom schulischen Einsatzfall und den definierten Policies ab. Eine automatische Erkennung erfasst nicht in jedem Fall jede Information.

Residency

Datenhaltung und KI-Verarbeitung sind zwei verschiedene Ebenen

Europäische oder schweizerische Datenspeicherung allein sagt noch nicht aus, wo eine KI-Anfrage tatsächlich verarbeitet wird. Deshalb kontrolliert KODAX zusätzlich den konkreten Inferenz-Endpunkt.

Data Residency

Wo liegen die Daten?

  • · Datenbank
  • · Dateien und Projekte
  • · Logs
  • · Benutzerinformationen

Gespeichert in Schweizer oder europäischen Rechenzentren.

Inference Residency

Wo wird gerechnet?

  • · Prompt
  • · Kontext
  • · Modellantwort

Nur über freigegebene Endpoints in der Schweiz oder Europa.

Privacy & Security by Default

Nicht die Schülerin muss Datenschutz richtig konfigurieren

Die Plattform setzt die Sicherheitsregeln zentral und technisch durch.

EU-/CH-Inferenz

Standardmässig durch die Plattform-Policy vorgegeben.

Kein globaler Fallback

Nicht freigegebene Endpunkte werden nicht automatisch verwendet.

Kein Training mit Schülerdaten

Nur freigegebene Provider-, Vertrags- und Deployment-Varianten dürfen verwendet werden.

Minimale Datenspeicherung

Es werden nur Daten gespeichert, die für den jeweiligen Betriebs-, Sicherheits- oder Nachweiszweck erforderlich sind.

Zentrale Policies

Regeln werden durch Schule, Betreiber oder Kanton definiert und technisch durchgesetzt.

Providerunabhängig

Modelle und Anbieter können ersetzt werden, ohne die Anwendungsarchitektur grundlegend zu verändern.

Kostenkontrolle

Kontrollierbare KI-Kosten

Die KI-Nutzung lässt sich pro Schule, Klasse, Nutzer, Projekt und Modell limitieren und auswerten: Budgets, Tokens, Kosten pro Modell und Klasse, Restbudget und Rate Limits.

SchuleCHF 1'000 / Monat
Klasse 8ACHF 100 / Monat
Schüler:inindividuelles Nutzungslimit

Kein Lock-in

Keine Abhängigkeit von einem einzelnen KI-Anbieter

Dank der abstrahierten KI-Schicht können Modelle oder Provider gewechselt werden, wenn sich Qualität, Kosten, Datenschutzanforderungen, Verfügbarkeit, regulatorische Vorgaben oder die Technologie verändern.

+ Technische Referenzarchitektur
  1. Frontend / KODAX School
  2. ↓ KODAX Identity & Policy Layer
  3. ↓ KODAX Secure AI Gateway
  4. → providerunabhängige Gateway-Schicht · OpenAI-kompatible API · Routing · Rate Limits · Budgets · Guardrails · Observability · Policy Enforcement
  5. Technisch umsetzbar mit etablierten Open-Source-Gateway-Technologien wie LiteLLM oder vergleichbaren Komponenten.
  6. ↓ Privacy Layer / Guardrails
  7. ↓ Freigegebene Endpoints
  8. OpenAI EU · Anthropic / AWS Bedrock EU · Mistral EU · Apertus (CH-Deployment) · lokale Open-Source-Modelle
  9. ↓ Observability · Kostenkontrolle · Audit

Mögliche Gateway-Funktionen: Provider-Abstraktion, Routing, kontrollierter Fallback, Load Balancing, Virtual Keys, Budgets, Spend Tracking, Rate Limits, Request Logging, Guardrails, OpenAI-kompatible API.

Die Gateway-Technologie ist eine austauschbare Infrastrukturkomponente — nicht das KODAX-Produkt. Die konkrete Zusammensetzung kann sich weiterentwickeln; entscheidend sind die verbindlichen KODAX Policies.

Betrieb

Drei Betriebsmodelle — dieselben Regeln

Die Architektur bleibt identisch; nur der Ort der Ausführung ändert sich. Die Wahl hängt von Datenlage, Budget und vorhandener Infrastruktur ab.

Betriebsmodell A

KODAX Cloud

KODAX betreibt die Umgebung in Schweizer Rechenzentren. Die Schule startet ohne eigene Infrastruktur.

Für Schulen ohne Serverbetrieb

Betriebsmodell B

Eigene Appliance

Gateway und gegebenenfalls Modelle laufen lokal oder in der Infrastruktur der Schule. Bei vollständig lokalem Betrieb verlassen Prompts und Projektdaten das Schulnetz nicht.

Für maximale Datenhoheit

Betriebsmodell C

Kombiniert

Lokale und freigegebene EU-/CH-Inferenz kombiniert: sensible Klassen lokal, rechenintensive Aufgaben über freigegebene EU-/CH-Endpunkte — mit denselben Policies auf beiden Seiten.

Für Verbünde und Kantone